Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Menschen - Nachbarn - Schicksale: Erinnerung an verfolgte Sinti aus Koblenz
 
Am 10. März 2019 jährte sich zum 76. Mal die Wiederkehr der großen Deportation von Sinti aus Koblenz und Umgebung in das sog. Zigeunerlager des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Dieses Datum war Anlass für unseren Förderverein, an das Verfolgungsschicksal dieser Minderheit zu erinnern. Das geschah dieses Mal in einem großen Rahmen und zum Auftakt zur viermonatigen Veranstaltungsreihe zu den Koblenzer NS-Opfern rechts des Rheins mit dem Generalthema: "Menschen - Nachbarn - Schicksale. NS-Opfer im rechtsrheinischen Koblenz - verfemt, verfolgt, vergessen?". Diese Reihe führt die Evangelische Kirche Koblenz-Pfaffendorf in Kooperation mit unserem Förderverein durch.
Geplant sind vier Ausstellungen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten in vier Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in den rechtsrheinischen Stadtteilen von Koblenz. Im ersten Teil der Reihe, der am 11. März 2019 beginnt, steht die Verfolgung der Koblenzer Sinti im Mittelpunkt. Als Ankündigung dazu schildert unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig in seiner Reihe über die "Erinnerung an NS-Opfer" deren Geschichte in den 12 Jahren des NS-Terrors.
 
Lesen Sie HIER den Artikel aus dem "Schängel" Nr. 10 vom 6. März 2019.

Erinnerung an NS-Opfer im rechtsrheinischen Koblenz.
 
Von März bis Juni 2019 bietet die Evangelische Kirchengemeinde Koblenz-Pfaffendorf, Emser Straße 22,  in Kooperation mit unserem Förderverein eine Veranstaltungsreihe über NS-Opfer aus dem rechtsrheinischen Koblenz. Unter dem Titel "Menschen - Nachbarn - Schicksale. NS-Opfer im rechtsrheinischen Koblenz - verfemt - verfolgt - vergessen?" werden in vier rechtsrheinischen Kirchen bzw. kirchlichen Einrichtungen Ausstellungen mit Biografien von rechtsrheinischen Opfern präsentiert. Jede Ausstellung hat einen eigenen Schwerpunkt, zuerst "Verfolgung der Koblenzer Sinti", dann "Der Koblenzer Armeeoberpfarrer und Widerständler Friedrich Erxleben", weiter "Jugend im Nationalsozialismus" und schließlich "Zwangssterilisationen und NS-Euthanasie und ihre Opfer rechts des Rheins" Jeweils gibt es eine umfängliche Eröffnungsveranstaltung bzw. ein Beigrogramm dazu. Ergänzt werden die einzelnen Veranstaltungen durch den Besuch der dort verlegten Stolpersteine bzw. einer nach einem NS-Opfer benannten Straße. Die Veranstaltungsreihe beginnt am Montag, dem 11. März 2019, um 19.30 Uhr in der evanglischen Kirche in Pfaffendorf mit einer Ausstellung mit dem Schwerpunkt "Verfolgte Koblenzer Sinti" und einen einführenden Vortrag unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig. Dieser wird durch Sinti-Musik von Taylor Paucken und Jermaine Reinhardt, beides Enkel von Daweli Reinhardt, bereichert.
 
Lesen Sie HIER den Flyer zu der gesamten Veranstaltungsreihe.
 
Lesen Sie HIER auch den Beitrag von Joachim Hennig im "Schängel", Ausgabe Nr. 9 vom 27. Februar 2019 seiner "Schängel"-Serie über die Erinnerung an NS-Opfer, in dem er die Veranstaltungsreihe vorstellt.

nach oben