Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 2019
 
Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar gibt es wieder in Koblenz mehrere Veranstaltungen, so die von unserem Förderverein Mahnmal Koblenz ausgerichtete Statio am Mahnmal auf dem Reichensperger Platz am 27. Januar 2019 um 16.30 Uhr und anschließend um 17.00 Uhr in der Citykirche die Gedenkstunde mit christlich-Jüdischem Gebet.
 
Lesen Sie dazu HIER den in der Serie unseres stellvertretenden Vorsitzenden Joachim Hennig erschienenen Beitrag im "Schängel" Nr. 3 vom 16. Januar 2019.
 
Auch im ganzen Land gibt es zahlreiche Gedenkveranstaltungen. Die zentrale Gedenksitzung des Landes findet statt am 27. Januar 2019 um 11.00 Uhr im Landtag Rheinland-Pfalz, im Interims-Plenarsaal Steinhalle im Landesmuseum Mainz. Dazu und zu zahlreichen weiteren Veranstaltungen hat der Landtag wieder ein Programmheft aufgelegt.
 
Lesen Sie HIER die Broschüre des Landtages "Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2019".

 


 

Rückblick auf das Gedenkjahr 2018
 
In seinem ersten Beitrag der Schängel-Serie "Erinnerung an NS-Opfer" blickt unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig auf das Gedenken im Jahr 2018 an NS-Opfer in Koblenz zurück. Die Rückschau gilt einmal den Veranstaltungen des Landtages Rheinland-Pfalz in Koblenz rund um den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2018. Vor allem erinnert er an Werner Appel, den letzten jüdischen "Schängel", der die NS-Zeit in Koblenz erlebt und überlebt und darüber als Zeitzeuge berichtet hat. Werner Appel ist im September 2018 im Alter von 90 Jahren gestorben und hier auf dem jüdischen Friedhof in unmittelbarer Nähe seiner Eltern Adolf und Gertrud Appel beerdigt. Zuvor war Werner Appel im März  der Pater Paul Eisenkopf-Preis der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit verliehen worden. Im August war er mit Angehörigen noch auf "Heimatbesuch" in seiner Geburtsstadt Koblenz. Werner Appels Leben und Überleben hat Hennig zum Anlass genommen, im Heimatbuch des Landkreises Mayen-Koblenz 2019 einen Aufsatz über "Die Geschwister Appel und ihre 'stillen Helden'" zu veröffentlichen. Darin schildert er auch die Lebensgeschichte seiner beiden jüngeren Schwestern Ruth und Marlene und wie alle drei Appel-Kinder mithilfe verschiedener "stillen Helden" den Holocaust in Koblenz und Umgebung haben überleben können. Harausragend dafür war das Engagement des Schaustellers und Fuhrunternehmers Theo Ehrhardt. Unter Einsatz seines Lebens versteckte Theo Ehrhardt jahrelang Werner Appel in seinem Betrieb und sorgte auch für das Überleben seiner Schwestern und seiner Mutter. Wer mehr über "Die Geschwister Appel und ihre 'stillen Helden'" erfahren will, sei das 312-seitige Heimatbuch des Landkreises Mayen-Koblenz 2019 empfohlen. Es enthält mehr als 70 weitere Beiträge, ist reich bebildert und kann im örtlichen Buchhandel für 6,60 € erworben werden.
 
Lesen Sie HIER den Beitrag von Joachim Hennig im "Schängel" Nr. 1 vom 2. Januar 2019.

 


 

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