Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Im Jahr 1999 erschien auch „Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts“ – so der Untertitel des zweibändigen Werkes „Zeugen für Christus“. Es war initiiert von Papst Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Schreiben „Tertio millennio adveniente“ vom 10. November 1994. In ihm hieß es u.a.: „In unserem Jahrhundert sind die Martyrer zurückgekehrt, häufig unbekannt, gleichsam ‚unbekannte Soldaten‘ der großen Sache Gottes. Soweit als möglich dürfen ihre Zeugnisse in der Kirche nicht verloren gehen. Wie beim Konsistorium empfohlen wurde, muss von den Ortskirchen alles unternommen werden, um durch das Anlagen der notwendigen Dokumentation nicht die Erinnerung zu verlieren an diejenigen, die das Martyrologium erlitten haben.“

In dem zweibändigen, von Prälat Dr. Helmut Moll im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz herausgegebenen Werk schrieb Joachim Hennig in Band 1 eine kleine Biografie über Anna Speckhahn. Es war ein Stück Erinnerung an diese aufrechte katholische Frau, deren Schicksal in der NS-Zeit den Anstoß zur Errichtung des Mahnmals für die Opfer des Nationalsozialismus gegeben hatte, und auch ein Dankeschön des Fördervereins Mahnmal Koblenz an die Pfarrgemeinde St. Elisabeth dafür, dass sie die Initiative zur Gründung des Fördervereins gegeben hatte.

Lesen Sie HIER die Biografie von Anna Speckhahn

Joachim Hennig: Anna Maria Speckhahn, in: Helmut Moll (Hg.): Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts, Band 1, Paderborn u.a., 1999, S. 590-593.

Schon früh trug sich unser Förderverein mit dem Gedanken, zum Thema „Verfolgung und Widerstand in Koblenz 1933-1945 eine Ausstellung erarbeiten zu lassen und dann zu präsentieren. Dazu fand ein Gespräch mit Vertretern der drei in Koblenz ansässigen Archive (Bundesarchiv, Landeshauptarchiv und Stadtarchiv) statt. Der Meinungsaustausch war informativ, allenthalben bestand Interesse an einem solchen Projekt. Man kam überein, weiter im Gespräch zu bleiben.

Unterdessen nahm die Diskussion über das Mahnmal weiter Fahrt auf. Inzwischen war man sich auch einig, dass Ausgangspunkt dafür zwar das Schicksal von Anna Speckhahn war, das Mahnmal aber an alle Opfer des Nationalsozialismus und damit an die gesamte Breite und Vielfalt der Verfolgung und des Widerstandes erinnern sollte.

Bald legte unser Verein den Reichensperger Platz als Standort für das Mahnmal fest, eine Grünfläche im (Bezirks-)Regierungs- und Gerichtsviertel, ganz in der Nähe des früheren Gestapo- und Gerichtsgebäudes und des Gefängnisses – also fast am „authentischen“ Ort.

 

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