Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Der 27. Januar 2009 in Koblenz

Der internationale Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2009.

Wie seit einigen Jahren gedachte der Landtag von Rheinland-Pfalz auch zum 27. Januar 2009 der Opfer des Nationalsozialismus. Zu den Veranstaltungen im Landtag, in der Landeshauptstadt Mainz und im ganzen Land gab er wieder in einer Broschüre einen Überblick.

Lesen Sie HIER die Broschüre des Landtages zu den Veranstaltungen zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2009.

Der Gedenktag für die NS-Opfer in Koblenz

In dieser Zusammenstellung sind auch die Veranstaltungen in Koblenz aufgeführt: die Ausstellung unseres Fördervereins und die Gedenkveranstaltungen am 27. Januar 2009.

Lesen Sie HIER den Vorbericht zu den Veranstaltungen in

Blick aktuell Nr. 3/2009

und in der Rhein-Zeitung vom 10. Januar 2009.

 

Ausstellung:

Steine des Anstoßes – Biografien und Stolpersteine für NS-Opfer in Koblenz

Lesen Sie HIER die Einladung zur Ausstellungseröffnung im Landeshauptarchiv Koblenz am 19. Januar 2009.

Zum diesjährigen Gedenktag widmete der Förderverein Mahnmal eine eigene neue Ausstellung der auch von ihm mitgetragenen „Stolperstein“-Aktion. Seit dem nationalen Gedenktag für die NS-Opfer am 27. Januar 2007 werden in Koblenz „Stolpersteine“ verlegt. Diese sind ein Projekt des Kölner Künstlers Gunter Demnig.

Die ersten Stolpersteine verlegte er 1997 in Berlin-Kreuzberg noch ohne Genehmigung. Inzwischen liegen in ganz Deutschland ca. 14.000 Steine in über 300 Städten und Gemeinden. Auf den Stolpersteinen stehen Name und Jahrgang der Opfer, die Tod bringende Maßnahme (etwa Deportation, Einweisung in eine Tötungsanstalt oder Konzentrationslager) sowie Datum und Ort ihres Todes bzw. die Angabe „verschollen“. Demnig graviert diese Angaben in Gedenktafeln aus Messing ein, verbindet sie mit Beton und verlegt sie zumeist am letzten selbst gewählten Wohnort des Opfers in den Bürgersteig.

Bei der ersten Aktion am 27. Januar 2007 in Koblenz wurden 19 „Stolpersteine“ verlegt – in der Innenstadt, aber auch in Immendorf, Metternich, Güls und auf der Karthause. Noch im selben Jahr, am 24. November 2007, folgte die zweite Verlegeaktion mit 26 „Stolpersteinen“. Schwerpunkt war wiederum die Innenstadt, Verlegungen gab es aber auch in der Südlichen Vorstadt und im Rauental.

Diese beiden Aktionen mit insgesamt 45 verlegten „Stolpersteinen“ und eine vorgesehene dritte Aktion nahm unser Förderverein Mahnmal Koblenz zum Anlass für die jetzige Ausstellung. Darin werden Opfer, denen mit „Stolpersteinen“ gedacht wird, mit ihrer umfänglichen Biografie präsentiert. Unter Einschluss der dritten Verlegeaktion wurden in der Ausstellung insgesamt 16 Porträts gezeigt:

  • Das jüdische Mädchen Hannelore Hermann mit ihren Eltern (Johannes-Müller-Straße 6),
  • der Jesuitenpater Dr. Albert Maring (Roonstraße 5),
  • der jüdische Rechtsanwalt Dr. Isidor Treidel und seine Frau Erna (Mainzer Straße 10),
  • das kommunistische Ehepaar Andreas und Anneliese Hoevel (Trierer Straße 97),
  • der Behinderte Karl Heinrich Spiegel (Pfuhlgasse 6),
  • die ukrainische Zwangsarbeiterin Lydia Gritzenko (Hüberlingsweg 43),
  • die jüdische Juristenfamilie Brasch (Rizzastraße 40),
  • die katholische Frau Anna Speckhahn (Moselweißer Straße 32),
  • der Behinderte Alois Gass (Salierstraße 115),
  • die jüdischen Geschwister Appel (Kastorhof 4 und Kastorstraße 23),
  • der kommunistische Buchhändler Richard Christ (Neustadt 23),
  • die jüdischen Eheleute Dr. Edwin und Julie Landau (Deinhardplatz 4),
  • der Behinderte Edmund Zimmer (Frankenstraße 13) und
  • der jüdische Staatsanwalt Dr. Georg Krämer (Bismarckstraße 6b).

 

Die Ausstellung wurde in Kooperation mit der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit, dem Kulturamt der Stadt Koblenz und dem Landeshauptarchiv Koblenz in der Karmeliterstraße 1 – 3 gezeigt. Das Landeshauptarchiv, als „Gedächtnis“ der staatlichen Behörden im nördlichen Rheinland-Pfalz, ergänzte die Ausstellung noch mit eigenen Exponaten.

Begleitet wurde die Ausstellung von drei Veranstaltungen:
Am 20. Januar 2009 fand die 3. Verlegeaktion von „Stolpersteinen“ durch den Kölner Künstler Gunter Demnig in Koblenz statt.

Lesen Sie HIER die Berichte über die Verlegeaktion

in Blick aktuell Nr. 4/2009

und in der Rhein-Zeitung vom 21. Januar 2009.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung referierte der Leiter der Gedenkstätte Hadamar PD Dr. Georg Lilienthal über „Euthanasie“-Opfer in Koblenz.

Lesen Sie HIER den Bericht über den Vortragsabend mit Dr. Lilienthal in der Rhein-Zeitung vom 4. Februar 2009.

Ebenfalls im Begleitprogramm zur Ausstellung machte der Geschäftsführer der Christlich-Jüdischen Gesellschaft für Brüderlichkeit einen Stadtrundgang zu den in Koblenz verlegten „Stolpersteinen“.

Die Ausstellung „Steine des Anstoßes – Biografien und Stolpersteine für Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz war noch bis zum 16. Februar 2009 im Landeshauptarchiv Koblenz zu besichtigen.

 

Gedenkveranstaltungen in Koblenz am 27. Januar 2009

Am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, am 27. Januar, fanden wieder die Statio am Mahnmal und die Gedenkstunde mit christlich-jüdischem Gebet in der Christuskirche statt.

Lesen Sie HIER den Vorbericht zu den Veranstaltungen in der Rhein-Zeitung vom 22. Januar 2009

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lesen Sie HIER die Berichte über die Veranstaltungen:

in Blick aktuell 05/2009

und in der Rhein-Zeitung vom 28. Januar 2009.

 

Ausstellung unseres Fördervereins Mahnmal Koblenz anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus in Höhr-Grenzhausen.

Zum Gedenktag in der Unterwesterwaldgemeinde Höhr-Grenzhausen zeigte unser Förderverein 16 Biografien von NS-Opfern unter dem Motto „Gegen das Vergessen – Nicht irgendwo, sondern hier bei uns“. Allen Porträtierten war gemeinsam, dass sie aus Höhr-Grenzhausen und Umgebung stammten. Ganz unterschiedlich war aber ihr jeweiliger politischer, gesellschaftlicher und religiöser Hintergrund.

Zur Eröffnung der Ausstellung am 15. Januar 2009 im Sitzungssaal des Rathauses begrüßte Bürgermeister Jürgen Johannsen zahlreiche Gäste, besonders auch die Angehörigen der Höhr-Grenzhausener Widerständler Alfons und Alfred Knieper, die sich bei dieser Veranstaltung zum Teil nach 30 Jahren wiedersahen.

Lesen Sie HIER die Ankündigung der Veranstaltung der Stadt Höhr-Grenzhausen gemeinsam mit der katholischen und evangelischen Kirche

und HIER das Programm zur Ausstellungseröffnung.

 

Lesen Sie HIER den Bericht über die Ausstellungseröffnung in der Westerwaldzeitung vom 22. Januar 2009

in der Heimat- und Bürgerzeitung „Kannenbäckerland Kurier“ vom 29. Januar 2009

und in der Zeitung „Der Sonntag“ vom 8. Februar 2009.

 

 

 

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