Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Am Montag, dem 8. Juni 2009, findet um 20.00 Uhr in der Begegnungsstätte der Pfarrei St. Elisabeth in Koblenz-Rauental, Elisabethstraße 8, die 17. Mitgliederversammlung des Fördervereins Mahnmal Koblenz statt. Hierzu lädt der Vorsitzende Kalle Grundmann alle Mitglieder sehr herzlich ein.
Auf dem Programm stehen zunächst der Bericht des Vorstandes über das vergangene, für den Verein und für die Gedenkarbeit in Koblenz insgesamt sehr erfolgreiche Jahr: Erfolgreich mit den erstmals mit anderen Initiativen koordinierten Veranstaltungen zum 70. Jahrestag der Novemberpogrome, der Doppelausstellung mit Aquarellen von Teofila Reich-Ranicki und Biografien jüdischer Bürger aus Koblenz im Oberlandesgericht Koblenz, dem Begleitprogramm hierzu, den Vorträgen von Joachim Hennig zu Täterbiografien bei der VHS Koblenz und seinem Aufsatz über die jüdische Koblenzer Juristenfamilie Brasch, der 3. Verlegeaktion von "Stolpersteinen" im Koblenzer Stadtgebiet, der Ausstellung über Koblenzer NS-Opfer im Landeshauptarchiv Koblenz, den Gedenkveranstaltungen zum nationalen Gedenktag am 27. Januar, einer weiteren Ausstellung des Fördervereins im Rathaus in Höhr-Grenzhausen sowie den zahlreichen Veranstaltungen des Fördervereins im Rahmen des Publikummagneten "Zug der Erinnerung" in Koblenz Anfang März.

Neben vereinsrechtlichen Regularien ist dann vor allem die Neuwahl des Vorstandes für die nächsten zwei Jahre vorgesehen. Die Versammlung schließt mit dem Ausblick auf das nächste Jahr, die weitere Vernetzung der Gedenkarbeit in Koblenz, die Beteiligung des Fördervereins an der Buga 2011 und der Realisierung eines NS-Dokumentationszentrums in Koblenz.

Bei diesem Programm hofft der Vorstand auf viele Teilnehmer und interessante Informationen und Gespräche.

Neuer Film.

Als vierten Film hat sich der Förderverein Mahnmal Koblenz einen Bericht über den und mit dem Zeitzeugen Werner Appel vorgenommen. Der in Koblenz als Kind jüdischer Eltern geborene Appel hat schon wiederholt in Schulen und in anderen Zusammenhängen über sein Leben und Überleben als Kind und Jugendlicher in Koblenz berichtet. Zuletzt war er Gast in der Klasse BF 208a der Berufsfachschule II in der Julius-Wegeler-Schule in Koblenz-Moselweiß. Nach diesem sehr anregenden Kontakt entschloss sich der Förderverein, diesen durch einen Film zu vertiefen und zu dokumentieren. Dazu lud er den in Frankfurt/Main lebenden Zeitzeugen Werner Appel mit seiner Frau Christel zu einem Besuch in Koblenz ein. Vor Ort begleiteten ihn zwei Tage lang die Schülerinnen Jessica Nietulski, Ann-Kristin Baitzel, Charlotte Kubaneli, Kristina Weisner, Julia Schreeven und Nadine Bode auf seiner Zeitreise in die NS-Zeit in Koblenz. Mit dabei waren auch Koblenzer Freunde der Appels, die Eheleute Bodo und Gertrud Zielinski, sowie der alte Schulfreund Werner Appels Werner Gottwald. Es waren zwei sehr interessante, aber bei einem engen Zeitplan und in sommerlicher Hitze auch anstrengende Tage. Am Ende waren alle Beteiligten sehr froh, dass sie gemeinsam mitgeholfen hatten, dieses sehr bewegende Lebensschicksal eines damals jungen Koblenzers jüdischen Glaubens im Film festgehalten zu haben. In den nächsten Wochen und auch Monaten gehen der Filmer Herbert Bartas und der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal Koblenz Joachim Hennig daran, aus dem 30-stündigen Material einen Dokumentarfilm von maximal einer Stunde Dauer zu erarbeiten. Der Film soll dann Anfang November 2009 in Koblenz uraufgeführt werden. 

 

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