Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Ausstellung: "Widerstand und Verfolgung im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz 1933 - 1945"

Nach der Ausstellung "'Vergiss mich nicht und komm... - Zum Gedenken an die Opfer der Zwangssterilisationen und NS-Krankenmorde in Koblenz und Umgebung 1934 - 1945", die der Förderverein Mahnmal Koblenz zum 27. Januar 2016 in der Citykirche in Koblenz gezeigt hat, präsentiert er nun vom 17. März bis zum 29. April 2016 im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz in Koblenz die Ausstellung: "Widerstand und Verfolgung im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz 1933 - 1945". Die Ausstellungseröffnung ist am 17. März 2016 im LBZ um 19 Uhr. Im Beiprogramm wird dort am 7. April 2016 um 19 Uhr der Dokumentarfilm des Fördervereins Mahnmal Koblenz "'Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit, das war sein Vermächtnis' - Der Koblenzer Armeeoberpfarrer Professor Dr. Friedrich Erxleben (1883 - 1955)" uraufgeführt. Unser Förderverein zeigt hier die Einladung des LBZ und den Presseartikel der Rhein-Zeitung  hierzu. Die Veranstalter laden alle Interessierten herzlich dazu ein und freuen sich über ihr Kommen. Der Eintritt ist (wie immer) frei.

Einen Bericht der Rhein-Zeitung vom 10. März 2016 - Ausgabe Koblenz HIER lesen

Die Einladung der Landesbibliothek HIER herunterladen (PDF)

Einladung zur Uraufführung des Films

Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit – das war sein Vermächtnis.“

Im Beiprogramm zur Ausstellung „Verfolgung und Widerstand im heutigen nördlichen Rheinland-Pfalz 1933 – 1945“ findet

am Donnerstag, dem 7. April 2016, um 19.00 Uhr im Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz

die Uraufführung des Films

Mut, Leidensbereitschaft, Heiterkeit – das war sein Vermächtnis.“ - Der Koblenzer Armeeoberpfarrer und Widerständler Prof. Dr. Friedrich Erxleben (1883 – 1955)

statt.

Dieser neue vom Förderverein Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V. erarbeitete Dokumentarfilm erzählt die Lebensgeschichte eines ungewöhnlichen in Koblenz geborenen und aufgewachsenen Priesters, Künstlers, Gelehrten, Weltbürgers und Widerständlers gegen das NS-Regime. Nach seiner Teilnahme am Ersten Weltkrieg als Armeeoberpfarrer war Friedrich Erxleben Dozent und Professor in zahlreichen Großstädten Europas sowie Oratoriensänger und Violinvirtuose. In Berlin war er mit zahlreichen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens befreundet, u.a. mit Theodor Heuss und Carl Zuckmayer. Von Zuckmayer stammt auch das Motto des Films, mit dem dieser von seinem Freund „Petrus“ in seiner Autobiografie „Als wär’s ein Stück von mir“ erzählt. In den 1930er Jahren gehörte Erxleben zum Solf-Kreis, einer Teegesellschaft, in der über Kunst, Kultur und Politik diskutiert wurde, und die Juden und politisch Verfolgten beim Überleben half. Im Mai 1944 wurde Friedrich Erxleben verhaftet, kam ins Konzentrationslager Sachsenhausen und in Gefängnisse. Man machte ihm wegen „Wehrkraftzersetzung“ den Prozess vor dem Volksgerichtshof. Bevor es zum Urteil kam, war der Krieg zu Ende. 1946 kehrte Erxleben an Rhein und Mosel zurück. Zunächst lebte er wieder in Koblenz bei seinem Bruder Augustinus, der Inhaber der Metternicher Klosterbrauerei war. Noch im selben Jahr wurde Erxleben Gemeindepfarrer in Müden/Mosel und verlebte die glücklichsten Jahre seines sehr wechselvollen Lebens. Friedrich Erxleben starb 1955 im Ruhestand in Linz/Rhein.


Die Einladung des Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz können Sie HIER downloaden

 

 

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