Foto: Holger Weinandt (Koblenz, Germany) 12.07.2011  Lizenz cc-by-sa-3.0-de

Hass und rechter Terror - damals und heute - Und wann ein Ende?
 
Zurzeit stecken wir in einer großen Krise. Überall ist vom Coronavirus die Rede. Das Thema überlagert zurzeit und sicherlich auch noch einige Zeit das Geschehen im Übrigen. Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig wird in seiner Reihe im "Schängel" zur "Erinnerung an NS-Opfer" auch darauf und auf historische Bezüge eingehen. Mit diesem Artikel hier erinnert er zunächst aber noch an eine von Rechtsterroristen inszenierten Putschversuch, der vor 100 Jahren fast die Demokratie zerstört hätte. Dieser als "Kapp-Putsch" in die Geschichte eingegangene Hochverrat konnte aber mit dem Zusammenhalt aller Demokraten und einem erfolgreichen großen Generalstreik abgewendet werden. Die Ereignisse des Kapp-Putsches machen uns Heutigen deutlich, wie zerbrechlich die erste deutsche Demokratie war, wie gefährlich schon immer Rechtsradikale und Rechtsterroristen waren und wie elementar wichtig ein Zusammenhalt aller Demokraten ist. Damit ist die Erinnerung an den Kapp-Putsch von Mitte März 1920 eine Mahnung, aber auch eine Hoffnung, dass der Zusammenhalt der Demokraten auch sehr schlimme Krisen erfolgreich bewältigen kann.
 
Lesen Sie HIER den Artikel von Joachim Hennig im "Schängel" - Ausgabe Nr. 11 - vom 11. März 2020.


"Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch." - In 100 Jahren nichts gelernt?
 
Zurzeit durchleben wir schwierige Zeiten.  Stichworte sind: Coronavirus, Syrienkrieg, Flüchtlingselend, Hass, Gewalt, rechter Terror, Antisemitismus, Rassismus, Minderheitsregierung, Ende der Volksparteien, Krise des Parlamentarismus.
 
Wenn man in die Geschichte zurückblickt, staunt man, dass manches und auch mehr schon einmal da war - anders aber doch irgendwie ähnlich. Geschichte wiederholt sich nicht - sagt man. Und  vieles in der Geschichte darf sich auch nicht wiederholen. Deshalb müssen wir wachsam sein und den Anfängen wehren. Schon Bertold Brecht warnte in "Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui", der Parabel auf Hitler und seine "Machtergreifung": "Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch."
 
Da schadet es nichts, bei den vielen Erinnerungen und Analogien zu früher einmal in die Zwanziger Jahre genau vor 100 Jahren zu schauen. Die Zeit liegt schon recht fern und ist nicht so präsent. Ein Blick in den Kalender kann aber schon aufschrecken: Vor 100 Jahren, am 24. Februar 1920, entstand im Münchner Hofbräuhaus die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei und Adolf Hitler verkündete dazu das 25-Punkte-Programm.
Unser stellvertretender Vorsitzender Joachim Hennig erinnert an diese verhängnisvolle Parteigründung (besser: Umbenennung) und an dieses völkisch-nationalistische und antisemitisch-rassistische Pamphlet, das in großen Teilen zur Blaupause, der Verbrechen der Nazis 12 Jahre später wurde.
 
Lesen Sie HIER den Artikel von Joachim Hennig "Der Schoß ist fruchrtbar noch, aus dem das kroch." In 100 Jahren nichts gelernt? in seiner Artikelserie "Erinnerung an NS-Opfer" im "Schängel" - Ausgabe Nr. 9 - vom 26. Februar 2020.


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